Esslinger Liederkranz

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Pulsierendes Leben im Liederkranz

Das musikalische Programm des Vereins zeugt von großer Breite:

Konzerte mit Orchester: z.B. zweimal in verschiedenen Jahren Beethovens Neunte; Symphoniekonzerte zum 200. Geburtstag Mozarts, zum 100. Todestag von Schumann; die Krönungsmesse von Mozart; von Händel Dettinger Te Deum ,  Messias, Galatea; Elias und auch Paulus von Mendelsohn-Bartholdy; Missa Solemnis von Beethoven; Von deutscher Seele von Pfitzner;  Te Deum von A. Dvorak, Zigeunerlieder von Brahms; mehrmals die  Jahreszeiten von Haydn, Magnificat von John Rutter u.a.

 

Volkslieder: Liederabende, thematisiert z.B. auf Jahreszeit, als Würdigung von Dichtern (Schiller, Mörike) und Komponisten (Wilhelm Nagel, Walter Rein, Friedrich Silcher); Serenadenabende auf der leider nicht mehr vorhandenen Freilichtbühne der Maille und im Schwörhof.


Aus der Neuzeit: Paul Zolls Ode an die Musik, sein Zyklus Mond über dem Zigeunerwagen, das der Komponist bei der Aufführung in Essen am Flügel begleitete; Uraufführung des sehr modernen Werkes „Auch Städte leben“ unseres Dirigenten Prof. Rolf Hempel.

Mehrfach Opern- und Operettenkonzerte verschiedener Komponisten: u.a. die konzertante Aufführung der Oper Oberon von C.M. Weber mit der Amerikanerin Dana Mc Kay als Solistin und Darsteller aus den eigenen Reihen, Johann-Strauss-Konzert, Gospelsongs, Musical-Melodien von Gershwin.

Hingewiesen werden darf besonders auf die beiden Konzerte mit der Big Band der Staatl. Hochschule für Musik Stuttgart unter Erwin Lehn, bei denen auch der Chor die Zuhörer ebenso in den Bann zog, und schließlich darauf, dass der Verein vor vielen Jahren schon mehrmals mit Schulchören Esslinger Gymnasien, des Schelztor- , des Georgii- und des Theodor-Heuss-Gymnasiums wie auch mit dem Chor der Walldorfschule Engelberg, Konzerte aufgeführt hat. Es gab Gemeinschaftskonzerte mit anderen Esslinger Vereinen sowie mit dem Kirchheimer Liederkranz und dem MGV Neuhausen. Große Beachtung fand das Gershwin-Konzert in Zusammenarbeit mit der Städt. Musikschule Esslingen. Mit seinen Rundfunkaufnahmen hat sich der Esslinger Liederkranz die Achtung der Zuhörer erworben. Eine große Zuhörerschar hat er Jahr für Jahr  beim Weihnachtssingen am Heiligen Abend vor dem Alten Rathaus.

In der Regel fanden (und finden) drei bis vier Auftritte pro Jahr statt. Dabei wirkten namhafte deutsche und ausländische Künstler mit. Erinnert sei an Alfons Fügel, Karl Erb, an Max Roth, Richard Bitterauf, Fritz Wunderlich, Hermann Werdermann, Lore Wissmann, Ruth Margret Pütz, Doris Soffel, Silvia Geszty und mehrfach Klaus Hirte. Der Verein gab auch vielen an der Musikhochschule Studierenden die Möglichkeit aufzutreten.

Im 19. Jahrhundert  begleiteten Militärkapellen, später das Vereinsorchester bis zum Ende des 2. Weltkrieges die Chöre. In der Zeit nach 1920 bis zur Gegenwart verpflichtete der Verein für größere Konzerte bedeutende Orchester. Mehrfach waren es das Stuttgarter Staatstheaterorchester, nach 1950 immer wieder die Stuttgarter Philharmoniker. Es kamen das Fränkische Landesorchester, das Württ. Kammerorchester Heilbronn, die Württ. Philharmonie Reutlingen, die Südwestdeutsche Philharmonie Konstanz, die Junge Philharmonie Lodz, das tschechische Philharmonieorchester Prag hinzu. Die Orchester begleiteten nicht nur die Chöre, sondern führten oft bei den Vereinsveranstaltungen eigene Einstudierungen auf, denn erst 1956/57 rief die Stadt Esslingen die Städt. Konzertreihe und später  die Meisterkonzerte ins Leben. Ab dieser Zeit blieb die Veranstaltung reiner Chorkonzerte, auch mit Orchesterbegleitung, den Gesangvereinen vorbehalten. Selbstverständlich bleiben die Chöre a-capella-Vorträgen verbunden. Die Ausführungen zeigen, dass der Esslinger Liederkranz seit seiner Gründung ein sehr wichtiger Kulturträger der Stadt Esslingen ist.

Bei Preis- bzw. Wertungssingen erzielten die Vereinschöre stets gute Platzierungen. Die Chorschulungen unter der Ägide z.B. der Professoren Walter Schneider, Rolf Hempel, Helmut Lips und des Karl-Pfaff-Gaus legen Zeugnis ab, dass der Esslinger Liederkranz auch gegenwärtig sehr Wert legt auf „Pflege und Veredlung des Gesangs“, wie es die Statuten von Beginn an forderten.

Eine weitere Aufgabe, die sich der Verein gestellt hat, ist das gemeinnützige (soziale) Wirken. Schon Dr. Karl Pfaff rief  über die Presse auf, „für einen verarmten Hilfsarbeiter“ eine Sammlung einzuleiten und sein Eintreten für das liberale Gedankengut des Vormärz im 19.Jahrhundert mit der Forderung u.a. nach Gleichheit lässt erkennen, dass er für den „gemeinen Mann“ ein offenes Ohr hatte. Das hat er schon 1827 sehr deutlich auf dem Plochinger Liederfest demonstriert: “ ...Eine Familie, vereint in Eintracht, (...) bildet der ganze Chor“, gleichgültig des Standes. Sein Einsatz für den einheitlichen Staat ist an anderer Stelle dargelegt. Der Verein führte von den Anfängen an Benefizkonzerte auf; einige von vielen bis zur heutigen Zeit seien genannt: 1857 und 1858 zu Gunsten der Restaurierung der Frauenkirche und des Schillerhauses in Marbach, 1864 zu Gunsten der Notleidenden in Schleswig-Holstein und 1866 für Sanitätszwecke, 1914 zu Gunsten der Hilfskasse für Angehörige der Soldaten. Während des 2. Weltkrieges fanden 2 Benefizveranstaltungen statt und letztlich im Jahr 2001 das  Konzert zu Gunsten der Esslinger Franziskanerkirche und für das Rote Kreuz. Spenden gingen  an den Schwäb. Sängerbund, an Hagel- und Hochwassergeschädigte Eine Spende erhielt im Jahre 1946 der Stuttgarter Liederkranz zum Wiederaufbau der Liederhalle, 1947 die Stadt zur Wiedererrichtung des Karl-Pfaff-Denkmals, 1977 das Rote Kreuz zur Anschaffung eines Notarztwagens. Singen in allen Esslinger Seniorenheimen wie das Engagement bei Gottesdiensten in Kirchen der Stadt ist für den Esslinger Liederkranz Tradition.